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Wittenburg ehrt Ursula Kurz
Wittenburg. Mit Liedern, Gedichten und einer neuen Dauerausstellung hat Wittenburg am Samstag, dem 10. Oktober 2026, an die Schriftstellerin Ursula Kurz erinnert. Der Wittenburger Kulturverein e. V. unter dem Vorsitz von Sven Moß hatte zur Gedenkveranstaltung in den Rathaussaal eingeladen. Als Gastredner wirkten der Autor Hartmut Brun und Wittenburgs Bürgermeister Christian Greger mit. Im Anschluss wurde gemeinsam mit der Familie der Dichterin die ihr gewidmete Dauerausstellung in der Wittenburger Heimatstube eröffnet.
Wittenburg ehrt Ursula Kurz: Ihre Worte bleiben lebendig
Gedenkveranstaltung im Rathaussaal und Eröffnung einer Dauerausstellung in der Heimatstube
Wittenburg. Mit Liedern, Gedichten und einer neuen Dauerausstellung hat Wittenburg am Samstag, dem 10. Oktober 2026, an die Schriftstellerin Ursula Kurz erinnert. Der Wittenburger Kulturverein e. V. unter dem Vorsitz von Sven Moß hatte zur Gedenkveranstaltung in den Rathaussaal eingeladen. Als Gastredner wirkten der Autor Hartmut Brun und Wittenburgs Bürgermeister Christian Greger mit. Im Anschluss wurde gemeinsam mit der Familie der Dichterin die ihr gewidmete Dauerausstellung in der Wittenburger Heimatstube eröffnet.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das literarische Schaffen von Ursula Kurz. Anke Gohsmann und Wolfgang Kniep sowie die Folkloregesangsgruppe „Nuurdwind“ aus Rostock gestalteten das Programm mit Liedern und Gedichten der Autorin. Die Verbindung von gesprochenem Wort und Musik machte ihre Texte auf unterschiedliche Weise erlebbar und gab der Erinnerung an die Wittenburger Schriftstellerin einen persönlichen Rahmen.
Ursula Kurz wurde 1923 in Wittenburg geboren und starb dort 2018 im Alter von 95 Jahren. Mit ihrer Heimatstadt war sie eng verbunden. Dass die Gedenkveranstaltung im Rathaus stattfand, hatte dabei einen besonderen biografischen Bezug: Hier hatte sie einst ihren Beruf erlernt und bis 1947 in der Stadtverwaltung gearbeitet. Später war sie in der Buch- und Papierwarenhandlung ihrer Familie tätig.
In ihren plattdeutschen Gedichten und Geschichten widmete sie sich dem menschlichen Miteinander, dem Alltag und der Natur im Wechsel der Jahreszeiten. Ein besonderes Anliegen war ihr, auch Kinder an die niederdeutsche Sprache heranzuführen. Ihre Texte verbanden Heimatverbundenheit mit einem aufmerksamen Blick auf das Leben und fanden weit über Wittenburg hinaus ihr Publikum.
Ihr umfangreiches Werk umfasst neun Bücher und zahlreiche Veröffentlichungen in Sammelbänden, Kalendern und Zeitschriften. Viele ihrer Gedichte wurden vertont – unter anderem von Wolfgang Kniep und Anke Gohsmann, die nun auch die Gedenkveranstaltung mitgestalteten. Für ihr literarisches Schaffen erhielt Ursula Kurz bedeutende Auszeichnungen, darunter 1998 den Johannes-Gillhoff-Preis und 2012 den Fritz-Reuter-Literaturpreis.
Mit der anschließenden Eröffnung der Dauerausstellung in der Heimatstube erhielt das Gedenken einen bleibenden Ort. Gemeinsam mit der Familie wurde damit ein weiterer Schritt getan, das Leben und Werk von Ursula Kurz in ihrer Heimatstadt präsent zu halten. Für den Wittenburger Kulturverein verbindet sich damit die Aufgabe, dieses literarische Erbe zu bewahren und die Freude an der plattdeutschen Sprache an kommende Generationen weiterzugeben.